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Printed 17.04.2021 11:19

Studie zur Ghettoisierung veröffentlicht: Repressionen ohne Wirkung
13-07-2016  Strahinja Bućan

Repressionen und eine Nulltoleranzpolitik brächten keinerlei Verbesserungen in abgeschlossenen Roma-Siedlungen. Dies geht aus einer Studie der Regierungsagentur für Soziale Integration hervor, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Weder bei den benötigten Sozialleistungen, noch bei den Straftaten hätte sich etwas geändert, so Radek Jiránek, Leiter der Agentur. Die Studie befasste sich mit Siedlungen in Litvinov und Duchcov und verglich die Kriminalstatistiken sowie Ausgaben der Sozialämter.

Die bisherige Politik von Repressionen und Null-Toleranz habe oft den gegenteiligen Effekt und verschlimmere die Situation in den Siedlungen, so Menschenrechtsminister Jiri Dienstbier (Sozialdemokraten). Die Kommunen müssen die Wohnsituation der Roma deutlich verbessern, so der Minister. Dies sei jedoch schwer, da die meisten Gemeinden ihre eigenen Wohneinheiten verkauft hätten.




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