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Printed 05.08.2010 17:02 26-02-2000
De le phuren pativ, bo the jekhvar aveha phuro.
Dank der starken Orientierung der Roma auf die Familie und der Tatsache, dass Jung und Alt unter einem Dach zusammenlebten, fanden alte Leute eine Aufgabe bei der Erziehung der Enkel. Alte Leute waren sowohl von ihren Kindern wie auch ihren Enkeln respektiert. Ihre Meinung hatte grosses Gewicht, und sie wurden nicht als unnötige Mitglieder der Familie behandelt. Grosse Aufmerksamkeit widmeten die Roma den Todes- und Begräbnisbräuchen.
Das Verhalten bei der Totenwache hatte genaue Regeln. Es wurden Karten gespielt, Vorkommnisse aus dem Leben des Verstorbenen erzählt, es durfte weder gesungen noch getanzt oder mit Gläsern angestossen werden. Vor dem Trinken des ersten Glases wurde immer etwas auf den Boden geleert, zur Erinnerung an den Verstorbenen. Eine gewisse Zeit nach dem Begräbnis sollte der Tote die Familie besuchen, um ihr zu zeigen, ob er mit seinem Begräbnis zufrieden war. Seine Gegenwart äusserte er mit besonderen Zeichen und Tönen oder erschien in Träumen. Die Begräbnisse der Roma waren unterschiedlich aufwendig, pompös sind sie bis heute bei den Welschroma, wo wir etwa Särge mit Glasdeckel oder ein mit Teppichen ausgeschlagenes Grab antreffen können. Copyright © Radio Praha, 1996 - 2003 |