Versuchter Brandanschlag auf von Roma bewohntes Haus in Opava
Auf ein Zinshaus in der mährisch-schlesischen Stadt Opava / Troppau ist in
der Nacht auf Samstag offenbar ein Brandanschlag verübt worden. Bewohner
fanden im Hausflur am Morgen zwei Molotow-Cocktails, die aber nicht in Brand
geraten waren. Darüber informierte am Ostersonntag ein Polizeisprecher. Es
wurde niemand verletzt und es entstand auch kein nennenswerter Sachschaden.
In dem Haus wohnen vorwiegend Angehörige der Roma-Minderheit.
Erst im März dieses Jahres hatten unbekannte Täter Brandflaschen in das
Kinderzimmer einer Roma-Familie in Ostrava / Ostrau geworfen. Die
Dreizehnjährige, die in dem Zimmer schlief, konnte das Feuer rechtzeitig
löschen. Im August des Vorjahres hatten Rechtsextreme drei Molotow-Cocktails
in das Haus einer Roma-Familie in Vítkov bei Opava geworfen. Ein
zweijähriges Mädchen erlitt dabei schwerste Brandverletzungen. Der Prozess
gegen die vier des versuchten Mordes angeklagten Neonazis beginnt im Mai
dieses Jahres.
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